Nikola Tesla – Ein Pionier der Elektronikentwicklung

Der weltweit bekannte Pionier der Elektronikentwicklung Nikola Tesla stammt aus dem heutigen Kroatien und gehörte der serbischen Minderheit an. Sein Studium nahm er 1875 in Graz auf, wo er überdurchschnittlich viele Vorlesungen belegte. Sein Hauptfach war unter anderem Maschinenbau, er belegte zudem auch Kurse in Physik. Nachdem er das Unterrichtsgeld nicht mehr bezahlen konnte, wurde er im dritten Studienjahr exmatrikuliert und arbeitete fortan als Maschinenbauer in Marburg an der Drau. Nach dem Tod seines Vaters zog er in die Heimatgemeinde zurück und arbeitete dort als Aushilfslehrer.

1880 ging Tesla nach Prag, um sein Studium abzuschließen, was ihm jedoch nicht gelang. Schließlich zog er nach Budapest und später nach Paris um, wo er in einer der führenden Edison-Firmen in Frankreich tätig war. Ab 1884 wechselte er nach New York, um unter Thomas Edison persönlich zu arbeiten. Danach gründete er eine eigene Firma und meldete Patente auf seine neu entdeckten Verfahren, unter anderem den Zweiphasenwechselstrom, an.

Bekanntheit erlangte Nikola Tesla vor allem durch einen Vortrag über Mehrphasenwechselstrom, den er 1888 vor dem American Institute of Electrical Engineers hielt. Danach widmete er sich vor allem der Erforschung und praktischen Realisierung von Wechselspannungssystemen und meldete weitere Patente an, allein 112 davon in Amerika.

Nikola Teslas Einflüsse und Würdigungen

Für seine Leistungen erhielt Tesla insgesamt zwölf Ehrendoktorwürden, unter anderem von den universitäten Prag und Graz. Sein Geburtshaus wurde nach seinem Tod zu einem Museum umfunktioniert, was man heute noch besichtigen kann. In Belgrad sind außerdem ein Flughaden und ein Wärmekraftwerk nach ihm benannt.